Unterschiedliche Reinheitsbegriffe



Der uns geläufige Reinheitsbegriff zielt in der Hauptsache auf Hygiene und Sauberkeit. Dieser Zustand läßt sich durch waschen, putzen also mechanisch herstellen.

In der japanischen Shinto-Religion schliessen die Begriffe "rein und unrein" auch Kategorien wie "gut und böse" ein. Der "Reinheit" kommt dadurch eine viel umfassendere Bedeutung zu.

So ist es üblich in Japan die Hände zu waschen und den Mund auszuspülen bevor man den Tempelbezirk betritt. Und auch die Wohnung (häufig gibt es darin Altäre und Gedenknischen für die Verstorbenen) ist ein "reiner Bezirk": im Eingangsbereich ist der Übergang deutlich durch eine Schwelle markiert, die nur nach Aufforderung und immer ohne Straßenschuheüberschritten wird. Denn eine solche Verunreinigung würde sich mechanisch eben nicht beseitigen lassen.

So wird der umfassende Anspruch des japanischen Badens verstädlich, der sich auch auf geistige seelische Aspekte erstreckt, die wir im wahrsten Sinne als Wellness oder auch blos als Entspannung erleben.

Weiterführende (externe) Links:

Religion in Japan
ausführliches Web-Handbuch von Dr. Bernhard Scheid u.a. mit einem Kapitel über Shinto

Shinto (Wikipedia)
Eintrag in die freie online-Enzyklopädie

Dipl. Ing., freier Architekt
 
Hanspeter Höhn
 
Atelier für Gebrauchsarchitektur
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